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Nachdem du diese Seite erforscht hast, kannst du anderen erzählen, warum die Ananas nicht nur lecker, sondern zudem eine Medizin ist. 

Die Ananas ist eine saftige, süße Frucht aus den Tropen. Aus der Ananas kann man vieles machen: Man kann sie frisch essen, zu Saft pressen und sogar grillen. Dann schmeckt sie besonders intensiv süß und karamellisiert. Doch die Ananas kann noch mehr: Sie ist eine Medizin und hat heilende Kräfte. Finde heraus, wieso das so ist.

Steckbrief Ananas

Deutscher Name
Ananas
Lateinischer Name
Ananas comosus
Ursprüngliche Herkunft
Mittel- und Südamerika
Aussehen
Die Ananaspflanze wächst als niedrige Pflanze mit langen, spitzen Blättern direkt am Boden. In der Mitte bildet sich ein Blütenstängel, aus dem später die Ananas-Frucht wie eine Lanze herauswächst. Die Frucht selbst sieht aus wie ein großer Tannenzapfen – deshalb heißt sie auf Englisch „Pineapple“, was „Zapfenapfel“ bedeutet. Oben trägt sie einen grünen Blattschopf. Innen ist die Frucht gelb und sehr saftig.

Der Weg der Ananas zu uns auf den Tisch

Ursprünglich kommt die Ananas aus Süd- und Mittelamerika. Schon lange bevor die Europäer nach Amerika kamen, haben die Menschen dort Ananas angebaut. Heute wächst sie in vielen tropischen Ländern. Von dort wird sie in die ganze Welt exportiert. Die meisten Ananas kommen aus Costa Rica, einem kleinen Land in Mittelamerika. Auch die Philippinen, Indonesien, Brasilien, China und Brasilien bauen viel Ananas an. 

Ananas wachsen auf großen Feldern. Meist werden sie in Monokulturen angebaut. Das heißt, dort wachsen nur Ananas und keine anderen Pflanzen. Bis eine Ananas reif ist, dauert es oft ein bis zwei Jahre. Wenn sie süß riecht, wird sie geerntet und in Kühlcontainern verschickt. Meist erfolgt dies per Schiff. Besonders reife Ananas werden manchmal auch mit dem Flugzeug verschickt, da sie dann besonders gut schmecken. Aber dieser Transport mit dem Flugzeug ist sehr schädlich für das Klima, weswegen man es vermeiden sollte. 

Auf dieser Grafik siehst du den Weg der Ananas von der Plantage bis zu dir auf den Teller. Klicke auf das Bild um es als Ganzes ansehen zu können.

Schon gewusst? Ananas ist Medizin

Oje, du hast Bauchweh? Dann versuch mal Ananas! Ja, wirklich. Die Ananas kann wie Medizin wirken. Denn sie enthält das Enzym Bromelain. Das Enzym ist im Stamm und in der frischen Frucht enthalten, dort allerdings in dem festen Strunk. In Konserven-Ananas ist es meist zerstört, weil Hitze es deaktiviert.

 Was macht Bromelain?

  • Eiweiß-Spalter: Bromelain hilft dabei, Eiweiß (Proteine) in kleinere Bausteine (Aminosäuren) zu zerlegen. Das unterstützt den Körper, Nahrung leichter zu verdauen.
  • Entzündungshemmend: Es wird auch in der Medizin genutzt, weil es Schwellungen und Entzündungen reduzieren kann.

Wo wächst die Ananas?

Wenn ihr mehr über die Orte erfahren möchtet, an denen Ananas angebaut werden, klickt bitte auf die grünen Fragezeichen.

Warum der Anbau von Ananas Probleme machen kann

Ananas sind lecker und gesund – aber ihr Anbau hat auch Schattenseiten. Damit wir sie im Supermarkt kaufen können, werden sie oft auf großen Feldern angebaut. Dabei entstehen verschiedene Probleme für die Natur und für die Menschen.

Probleme für die Umwelt

  • Verlust von Regenwald: Für Ananasplantagen wird oft Regenwald abgeholzt. Dadurch verlieren viele Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum.
  • Chemikalien im Einsatz: Damit die Früchte nicht krank werden, spritzen die Bauern viele Pflanzenschutzmittel. Diese Chemikalien können ins Grundwasser gelangen und Flüsse verschmutzen.
  • Boden geht kaputt: Wenn immer wieder Ananas auf derselben Fläche wachsen, verliert der Boden wichtige Nährstoffe. Nach der Ernte werden die Pflanzen oft verbrannt. Bei starkem Regen wird dann die verbleibende fruchtbare Erde weggespült. Zurück bleibt karger Boden, auf dem kaum noch etwas wächst.
  • Wasserknappheit: Ananas brauchen viel Wasser zum Wachsen. Die Felder müssen daher intensiv bewässert werden. Das kann zu Wassermangel in der Region führen. 

Probleme für die Menschen

  • Schwere Arbeit, oft wenig Lohn: Die Arbeit auf den Ananas-Plantagen ist anstrengend. Trotzdem verdienen die Arbeiter*innen oft sehr wenig. Viele können sich kaum genug Essen oder eine Wohnung leisten.
  • Gesundheitsgefahr: Wer mit Chemikalien arbeitet, kann krank werden. Manche bekommen Hautprobleme oder Atembeschwerden.
  • Ungerechte Verteilung: Die Firmen verdienen viel Geld mit dem Verkauf der Ananas. Die Menschen, die sie anbauen, bekommen davon aber nur einen sehr kleinen Teil.
  • Streit um Land und Wasser: Weil Plantagen so viel Platz und Wasser brauchen, gibt es manchmal Konflikte mit anderen Bauern.

Es gibt eine Möglichkeit, es besser zu machen!

  • Das Fairtrade-Siegel. Wenn die Ananas dieses Zeichen trägt, bedeutet das, dass die Arbeiter*innen fair bezahlt werden. Außerdem wird die Umwelt besser geschützt.
  • Manchmal ist weniger mehr: Kaufe lieber ab und zu eine frische Ananas – das ist gesünder als in Dosen. Denn die Ananas aus Dosen hat auch lange Transportwege und verbraucht durch die Verarbeitung und Verpackung noch mehr Ressourcen und Energie als die Frischen. 
  • Achte aber darauf, dass die Ananas mit dem Schiff angereist ist und nicht mit dem Flugzeug. Das ist ein bisschen besser für das Klima. 
  • Kaufe vor allem Obst, das bei dir im Umfeld angebaut wird und keine weiten Reisen hinter sich hat. Es gibt sogar Apfelsorten wie die Ananas-Renette, die etwas nach Ananas schmecken! 

Gecheckt? Ananas als Heilpflanze

  • Die Ananas ist eine Heilpflanze: Der Stoff Bromelain ist gut für deinen Bauch, weil es bei der Verdauung hilft und Entzündungen im Körper bekämpft.
  • Ananas brauchen ein ganzes Jahr, um reif zu werden.
  • Der Weg der Ananas hierher ist weit und klimaschädlich, weswegen sie nicht alltäglich gegessen werden sollte.
  • Ananas brauchen viel Wasser und wachsen meist auf großen Monokultur-Plantagen von Riesenkonzernen. Das hat oft Auswirkungen auf Menschen und Natur in der Nachbarschaft.

Bildnachweise: ©Anna Berger & Özi´s Comix Studio, OroVerde, E.Bakker/OroVerde (Schaubild Lieferkette), OroVerde, 

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