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Nachdem du diese Seite erforscht hast, weißt du mehr über die Lebensweise der Gorillas, ihre Bedeutung für das Ökosystem und warum sie bedroht sind.

Wusstest du, dass die Nase jedes Gorillas so einzigartig ist wie ein menschlicher Fingerabdruck?

Dieser Fakt ist nur eine von vielen Eigenschaften, die Gorillas zu beeindruckenden Tieren Afrikas machen. Wenn sie durch die Wälder ziehen, fällt sofort ihre gewaltige Größe auf – und doch haben sie von Natur aus ein ruhiges Wesen. Gerade dieser Gegensatz macht sie so besonders.

Steckbrief Gorilla

Gorilla (Gattung Gorilla)
Klasse
Säugetiere
Ordnung
Primaten
Arten
Westlicher Gorilla mit den Unterarten Westlicher Flachlandgorilla und Cross-River-Gorilla und die Östlicher Gorilla mit den Unterarten Östlicher Flachlandgorilla oder Grauer-Gorilla und Berggorilla
Verbreitung
West- und Zentralafrika
Größe
1,30-1,90 Meter
Gewicht
70-90 Kilo (Weibchen), bis zu 200 Kilo (Männchen)
Lebenserwartung
35-40 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 50 Jahre
Nahrung
richtet sich nach Lebensraum und Jahreszeit: größtenteils aber Pflanzen, Sprossen und je nach Verfügbarkeit auch Früchte
Gefährdungsgrad nach IUCN (International Union for Conversation of Nature)
Vom Aussterben bedroht, beziehungsweise Berggorillas sind stark gefährdet
Besonderes
Die Nase jedes Gorillas ist so einzigartig wie ein menschlicher Fingerabdruck.

Gorilla, Orang-Utan, Schimpanse und Bononbo: der große Menschenaffenvergleich

Gorillas gehören genau wie Orang-Utans, Bonobos und Schimpansen zu den Menschenaffen. Aus biologischer Perspektive gehört auch der Mensch zu dieser Gruppe: Die Menschenaffen sind also unsere nächsten Verwandten. Die Infografik zeigt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im direkten Vergleich der verschiedenen Menschenaffen.
 

Wer sind die Gorillas?

Gorillas sind die größten Menschenaffen der Welt. Man unterscheidet zwischen zwei Arten, die sich in Aussehen und Lebensraum unterscheiden.

Der Westliche Gorilla

Westliche Gorillas tragen ein braunes Fell, das am Kopf oft eine rotbraune Tönung („Kappe“) aufweist. Es gibt zwei Unterarten: den Westlichen Flachlandgorilla und den Cross-River-Gorilla. Westliche Gorillas sind etwas kleiner und schlanker gebaut und sind ausgezeichnete Kletterer. Bei den Westlichen Flachlandgorillas lebt ein Silberrücken-Männchen meist mit mehreren erwachsenen Weibchen und Jungtieren zusammen. Die Gruppen umfassen im Durchschnitt etwa 10 Tiere. Der Silberrücken der Westlichen Gorillas hat ein silbrig-graues Fell, das sich nicht nur über den Rücken, sondern bis zu den Oberschenkeln erstreckt. Westliche Gorillas verzehren viele Früchte.

Der Östliche Gorilla

Östliche Gorillas haben ein tiefschwarzes Fell ohne rotbraune Kappe auf dem Kopf. Es gibt zwei Unterarten: den Östlichen Flachlandgorilla, der auch Grauer-Gorilla genannt wird, und den Berggorilla. Sie besitzen einen größeren und massiveren Körperbau als Westliche Gorillas und sind daher weniger gute Kletterer. Östliche Gorillas ernähren sich besonders gern von frisch ausgetriebenen Bambussprossen, nehmen aber auch andere Pflanzenteile zu sich.

Berggorillas und Grauer-Gorillas leben teilweise in größeren Gruppen, denen mehrere verwandte Silberrücken angehören können. In solchen Verbänden wird die Gruppenführung und -verteidigung zwischen den erwachsenen Männchen verteilt. 

Die vier Unterarten des Gorillas

Sie leben in Feucht-, Sumpf- und Regenwäldern von Äquatorialguinea bis zur Zentralafrikanischen Republik. Ihr braunes Fell schimmert am Kopf oft rötlich, sie sind schlanker als östliche Artgenossen und exzellente Kletterer. Die Gruppen bestehen meist aus einem Silberrücken, mehreren Gorillaweibchen und Jungtieren. Die Gruppenstruktur mit einem Silberrücken und mehreren Weibchen ist für diese Unterart typisch, mit durchschnittlich etwa 10 Individuen pro Gruppe. Ihre Ernährung ist stark fruchtbasiert; zusätzlich fressen sie Pflanzenmark und junge Triebe, was zur Verbreitung vieler Samen im Regenwald beiträgt.

Sie sind in der hügeligen Grenzregion zwischen Kamerun und Nigeria beheimatet. Sie ähneln den Westlichen Flachlandgorillas, bleiben aber kleiner und haben einen schmaleren Kopf. Sie bewohnen ein eher hügeliges Terrain und nutzen dort Waldreste und teils schwer zugängliche Gebiete. Ihre Lebensweise ähnelt der der anderen Westlichen Gorillas, doch ihre Population ist besonders klein und dadurch extrem bedroht. Für sie 2018 wurde in Kamerun entlang der Grenze zu Nigeria der Takamanda-Nationalpark. Neben den Gorillas schützt der Park außerdem Waldelefanten, Schimpansen und viele weitere seltene Vögel und Reptilien. Die Gorillas sind hier eine “Regenschirmart”: Ihr Schutz schützt wie ein Regenschirm noch viele weitere Tiere und Pflanzen.

Sie leben ausschließlich im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) in tropischen Tiefland- und Sumpfwäldern, vor allem im und um den Kahuzi-Biega-Nationalpark. Ihr Fell ist tiefschwarz. Sie sind die größte Unterart der Gorillas, mit besonders massivem Körperbau. Wie andere Östliche Gorillas fressen sie viele Blätter und Stängel, dazu je nach Jahreszeit Früchte und vor allem gerne Bambussprossen. In manchen Regionen bilden sie größere Gruppen, die auch mehrere Silberrücken umfassen können. Ihre Rolle als Samenverbreiter ist im Mosaik aus verschiedenen Waldtypen ihres Lebensraums besonders bedeutend. In der DRK gibt es seit Jahrzehnten immer wieder Bürgerkrieg. Der Nationalpark ist schlecht geschützt und hat viele Bodenschätze. Kleinminen zerstören den Lebensraum und die Menschen jagen und essen den Grauer-Gorilla. Es könnte sein, dass er die erste Unterart des Gorillas ist, die ausstirbt. Dies hätte Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem.

Sie bewohnen die Bergwälder der Virunga-Vulkane (Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Uganda) in Höhen bis 3.800 Meter. Ihr langes, dickes Fell schützt vor Kälte. Berggorillas leben häufig in größeren Gruppen, denen mehrere verwandte Silberrücken angehören können. Wie andere Gorillas schlafen sie in selbst gebauten Nestern, wobei Jungtiere im Nest der Mutter übernachten und dort auch lernen, wie man Nester baut und Nahrung findet. Im Gegensatz zu ihren Cousins, dem Grauer-Gorilla, sind Berggorillas besser geschützt. In den 70er- und 80er-Jahren lebten wohl nur noch etwa 300 Tiere. Heute sind es wieder über 1000. Das ist ein bedeutender Erfolg für Tierschützer*innen. Vor allem die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort hat dies möglich gemacht. Besonders der exklusive Ökotourismus, der einen Besuch bei den Gorillas verspricht und dessen Gewinne mit den Menschen geteilt werden, ist ein Erfolg.

Wo leben Gorillas?

Gorillas leben ausschließlich in Afrika. Die Verbreitungsgebiete der Unterarten der Westlichen Gorillas sind durch den Fluss Sanaga voneinander getrennt. Die Westlichen Flachlandgorillas leben in Äquatorialguinea, Cabinda, Gabun, Kamerun, der Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik. Dort findet man sie in Feucht-, Sumpf- und Regenwäldern. Die Heimat der Cross-River Gorillas befindet sich hingegen in der Grenzregion zwischen Kamerun und Nigeria. Sie bewohnen ein hügeliges Terrain. 

Die Östlichen Flachlandgorillas wiederum leben ausschließlich im östlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von tropischen Tieflandregenwäldern über Sekundär-, Berg-, Bambus- und Sumpfwälder bis hin zu Torfmooren. Berggorillas sind neben der Demokratischen Republik Kongo außerdem in Ruanda und Uganda beheimatet. Dort leben sie in verschiedenen Wäldern in Region der Virunga-Vulkane in Höhenlagen von 1.850 bis 3.800 Metern. 
 

Wie sehen Gorillas aus?

Gorillas haben einen voluminösen Kopf, eine breite Brust und lange Gliedmaßen. Die Arme der Gorillas sind länger als die Beine. Deshalb können sie sich im sogenannten Knöchelgang fortbewegen. Dabei treten sie mit der Fußsohle auf, krümmen ihre Finger zu einer offenen Faust, und stützen sich dann mit den mittleren Fingergliedern und Knöcheln ab. 

Westliche Gorillas tragen ein braunes Fell, das am Kopf oft eine rotbraune Tönung aufweist. Im Vergleich zu den Östlichen Gorillas sind sie etwas kleiner und schlanker gebaut. Sie sind außerdem ausgezeichnete Kletterer. Die Cross-River-Gorillas ähneln den Westlichen Flachlandgorillas stark, sind allerdings etwas kleiner und besitzen einen schmaleren Kopf.  

Die Östlichen Gorillas hingegen haben ein tiefschwarzes Fell und keine rotbraune „Kappe“ auf dem Kopf. Aufgrund ihrer größeren und massiveren Körperbauweise klettern sie nicht so gut wie Westliche Gorillas. Berggorillas haben ein längeres, dickeres Fell, damit ihnen auch bei kalten Temperaturen in den Bergen warm bleibt.
 

Familienleben: Bei den "Sanften Riesen" zu Besuch

Wer ist hier der Chef?

Ein Blick auf den Rücken verrät es bereits: Die erwachsenen Männchen, die sogenannten Silberrücken, tragen ein silbrig-graues Fell auf dem Rücken. Dieses bekommen sie mit etwa 14 Jahren. Ab dann sind sie bereit, eine eigene Familie zu gründen. Der Silberrücken der Westlichen Gorillas erstreckt sich nicht nur über den Rücken, sondern bis zu den Oberschenkeln.
 

Das steht auf dem Speiseplan:

Gorillas ernähren sich vegetarisch. Was genau die Tiere verzehren, hängt stark von ihrem Lebensraum und der Jahreszeit ab. Berggorillas essen beispielsweise zum größten Teil grüne Pflanzenteile. In ihrem Lebensraum gibt es kaum Früchte, weswegen ihr Speiseplan dahingehend eingeschränkt ist. Westliche Gorillas hingegen verzehren viele Früchte. Zu ihren Lieblingsgerichten gehören außerdem das Mark von Ingwergewächsen und die Sprösslinge von Pfeilwurzgewächsen. Östliche Gorillas ernähren sich besonders gerne von frisch ausgetriebenen Bambussprossen.

Mit Kind und Kegel unterwegs

Bei den Westlichen Flachlandgorillas lebt ein Silberrückenmännchen mit mehreren erwachsenen Weibchen und Jungtieren zusammen. Die Gruppen umfassen durchschnittlich rund 10 Tiere. Berggorillas und Grauergorillas leben auch mal in größeren Gruppen, wobei diesen dann mehrere Silberrücken angehören, die meist nah miteinander verwandt sind.

Gorillas schlafen in selbst gebauten Nestern, die aus Zweigen von Büschen und anderen Pflanzen bestehen. Die Nester befinden sie meist auf dem Boden oder in Bäumen. Jedes Tier baut sich jeden Abend ein neues, komfortables Nest. Nur Jungtiere schlafen im Nest ihrer Mutter.
 

Wasser ist nicht ihr Element

Eine Runde Schwimmen im Fluss? Die Gorilla-Arten wird man dabei nicht antreffen! Sie meiden, wie jede andere Menschenaffenart auch, das Wasser. Wenn sie allerdings doch mal einen Fluss überqueren müssen, testen sie mit einem abgebrochenen Ast den Wasserstand. Ziemlich clever!

Friedliches Gemüt, oder?

Gorillas werden nicht umsonst als „Sanfte Riesen“ bezeichnet. Im Vergleich zu anderen Menschenaffen gelten sie als besonders zurückhaltende, ruhige und soziale Tierart. Allerdings gilt das nur, solange eine Gruppe Gorillas nicht zu weit in das Revier einer anderen vordringt.  Jede Gorilla-Gruppe hat nämlich ihr Heimatgebiet, in welchem sie sich vorrangig bewegt. Den Gebieten anderer Gruppen sind sich die Affen bewusst und meiden diese. Wissenschaftler*innen vermuten, dass ein tieferes Einwandern zu Konfliktverhalten führen könnte. 

Kommunikation: von Düften und Trommeln

Silberrücken nutzen ihren Körpergeruch, um Signale zu übermitteln. Die Besonderheit: Die Tiere scheinen die Düfte regulieren zu können. Sie passen ihre Kommunikation also auf den Kontext an. Das haben Forscher*innen 2014 bei einer Expedition herausgefunden. In einer Angriffsphase versprühte der Silberrücken einen intensiven Geruch, um seine Rivalen zusätzlich abzuschrecken. Sobald ein leiser Rückzug erfolgen sollte, sandte der Gorilla einen schwachen Geruch aus, der nur für seine Gruppenmitglieder bestimmt war. Es wird also klar, dass Gorillas zu einer Duftkommunikation fähig sind, die von spezifischen Situationen abhängig ist. 

Auch über das typische Trommeln auf die Brust kommunizieren die Tiere. Dabei stehen sie auf zwei Beinen und schlagen sich währenddessen mit ihren Handflächen auf die Brust. Das entstehende Geräusch ist so laut, dass man es noch einen Kilometer entfernt hören kann. Das Trommeln von größeren Gorillamännchen klingt dabei tiefer als das von kleineren Männchen - das haben Forscher*innen des Max-Planck-Instituts herausgefunden. Die Tonhöhe verrät also die Körpergröße des Tieres. Laut den Forscher*innen nutzen Männchen, die in Konkurrenz zueinanderstehen, diese Information, um abzuwägen, ob sie sich auf einen Kampf einlassen oder sich besser zurückziehen. Weibchen hingegen dient das Trommeln als Entscheidungshilfe bei der Partnerwahl.

Selbstwahrnehmung - Nanu, wer ist denn das?

Um die Selbstwahrnehmung von Tieren zu erforschen, setzen Wissenschaftler*innen häufig den sogenannten Spiegeltest ein. Dabei wird den Tieren eine Markierung am Körper angebracht, die sie im Spiegel sehen können. Berühren oder versuchen sie, die Markierung zu entfernen, gilt dies als Hinweis darauf, dass sie sich selbst im Spiegel erkennen. Obwohl dieser Test generell aussagekräftig ist, eignet er sich nicht für alle Tierarten – etwa für Gorillas. Denn diese meiden in der Regel Augenkontakt, was es ihnen praktisch unmöglich macht, den Spiegeltest zu bestehen.
Mit einer alternativen Testmethode konnten Forscher*innen jedoch nachweisen, dass Gorillas durchaus über Selbstwahrnehmung verfügen. In diesem Experiment mussten die Tiere einen Kistendeckel öffnen, um an Futter zu kommen. Die Herausforderung bestand darin, dass ihr eigener Körper das Hindernis darstellte, indem sie den Deckel blockierten. Die Gorillas erkannten den Zusammenhang und handelten entsprechend. Der Test hat also gezeigt, dass Gorillas sehr wohl eine Selbstwahrnehmung besitzen. 

Vorbild für die Medizin

Die Medizin steht derzeit vor einer großen Herausforderung: Bakterien werden nämlich immer resistenter und Antibiotika daher weniger wirksam. Es müssen also Alternativen her! Überraschenderweise haben Forscher*innen herausgefunden, dass Gorillas dabei einen entscheidenden Beitrag leisten. Diese heilen sich nämlich selbst, indem sie gezielt Pflanzen aus ihrem Lebensraum verwenden. So kauen sie die Rinde eines Baumes, bis sie ihr den Saft entziehen. Laboranalysen dieser Pflanzen ergaben, dass sie sehr wirksam gegen bestimmte Bakterien sind.

Und was hat das mit uns Menschen zu tun?

Diese Erkenntnis ist besonders wertvoll, weil das Erbgut von Mensch und Gorilla zu 98% identisch ist. Aus den Pflanzenextrakten konnten so Naturheilmittel für Menschen verarbeitet werden. Nun können sie gegen Krankheitserreger eingesetzt werden, die beispielsweise Durchfall oder Atemwegserkrankungen verursachen.

Hier findest du ein Video darüber:

Große Bedeutung für das Ökosystem

Gärtner*innen des Regenwalds

Gorillas tragen einen entscheidenden Teil zum Erhalt ihres Ökosystems bei. Als Pflanzenfresser verteilen sie durch ihre Ausscheidungen Samen über weite Strecken in den Wäldern. Ohne Gorillas würden viele Pflanzen also seltener werden oder sogar aussterben. Das hätte gravierende Folgen für das gesamte Ökosystem.  

Lebensraumverlust, Wilderei und Krankheiten - warum Gorillas vom Aussterben bedroht sind

Die extreme Existenzbedrohung der Gorillas ist eng mit menschlichen Aktivitäten verknüpft. Alle vier Gorilla-Unterarten stehen auf der Roten Liste der IUCN (International Union for Conversation of Nature) als „vom Aussterben bedroht“ bzw. die Berggorillas als „stark gefährdet“. Vor allem drei Faktoren gefährden ihr Überleben:
 

Zum einen zerstört die Rodung von Waldflächen die natürlichen Lebensräume der Gorillas. Besonders der Abbau von Coltan in Minen, aus dem das Metall Tantal gewonnen wird, führt zu großflächiger Entwaldung. Das wertvolle Metall ist zum Beispiel in Handys, Laptops oder Spielekonsolen verbaut. Besonders betroffen von den Rodungen ist der Östliche Flachlandgorilla: In den letzten zwei Jahrzehnten ist seine Population um etwa 80% zurückgegangen. Heute leben nur noch weniger als 6.000 Tiere in der Wildnis.  

Ein weiterhin aktuelles und ernstes Problem ist die Wilderei von Gorillas. Diese ist zwar illegal, wird aber trotzdem an manchen Orten weiterhin durchgeführt. Gorilla-Fleisch gilt als Delikatesse und kann für hohe Preise verkauft werden. Oft geraten Gorillas aber auch in Fallen, die eigentlich für andere Wildtiere ausgelegt wurden. Die Folgen sind Infektionen und im schlimmsten Fall der Tod. 

Auch Krankheitsepidemien wie das Ebolavirus stellen eine massive Bedrohung für die Tiere dar. Die Sterblichkeitsrate bei Gorillas liegt bei bis zu 98%. Befunde von Forscher*innen belegen, dass allein in einem einzigen Schutzgebiet innerhalb kurzer Zeit über 5.000 Gorillas an Ebola gestorben sind. Das Virus hat die weltweite Gorillapopulation schätzungsweise um etwa ein Drittel reduziert. Durch den Kontakt mit Menschen, wie Tourist*innen, Forscher*innen, Arbeiter*innen etc. kommen die Tiere immer wieder mit Erregern in Berührung, gegen die sie nicht immun sind. Deshalb gibt es in vielen Schutzgebieten strenge Regeln zum Schutz der Gesundheit der Gorillas. 

So kannst du helfen:

Nun weißt du ganz schön viel über die „sanften Riesen“ Afrikas! Vielleicht fragst du dich jetzt, wie du ihnen helfen kannst. Um sie zu schützen, kannst du z. B. dein Handy oder Tablet so lange wie möglich verwenden. Wenn es doch kaputt gehen sollte, kannst du es recyclen lassen. So muss weniger Coltan abgebaut werden, das den Gorillas ihren Lebensraum klaut. 
Mehr dazu findest du hier.

Gecheckt? – Die Gorillas auf einen Blick!

  • Gorillas sind Menschenaffen, die ausschließlich in Afrika leben.
  • Wegen ihr konfliktscheuen, ruhigen Art, werden sie als "Sanfte Riesen" bezeichnet.
  • Es gibt zwei Arten, die jeweils zwei Unterarten haben.
  • Westliche Gorillas tragen ein braunes Fell, Östliche Gorillas ein schwarzes.
  • "Silberrücken" sind erwachsene Männchen, die ein silbrig-graues Fell auf dem Rücken tragen & ihren Körpergeruch zur Kommunikation nutzen.
  • Sie schwimmen nicht gerne!
  • Gorillas sind sehr bedeutend für den Erhalt ihres Ökosystems.
  • Ihre Existenz ist durch Wilderei, Krankheitsepidemien und Lebensraumverlust extrem bedroht.

Bildnachweise: ©Ian Redmond via Wildscreenexchange/Özi´s Comix Studio (Gorilla auf dem Header), Greg S. Garrett via Wildscreen Exchange (Östlicher Gorilla), Christy White via Wildscreen Exchange (Gorilla knabbert an Grünzeug), Oleg Rhozko via Inaturalist (Westlicher Flachlandgorilla), Johankw via Inaturalist (Östlicher Flachlandgorilla), Getty Images via Unsplash+ (Berggorilla), David Atkins via Pexels (Gorilla im Knöchelgang), David Atkins via Pexels (Silberrücken), Charles Kinsey via Wildscreen Exchange (Gorilla Familie), Lisa-Claire Vanhooland via phys.org/news/2025-03-gorillas-chimpanzees-awareness.html (Selbstwahrnehmung Gorillas) , Ian Redmond via Wildscreen Exchange (Coltan)