Nachdem du diese Seite erforscht hast, kannst du anderen erklären, warum Soja eine solche Energiebombe ist.
Soja ist eine Hülsenfrucht, die ursprünglich aus Ostasien stammt. Viele kennen Soja aus Produkten wie Tofu, Sojamilch oder Sojasauce, denn Soja ist eine gute Alternative zu tierischen Produkten. Doch wusstest du, dass der größte Teil des Soja gar nicht von Menschen gegessen wird, sondern als Tierfutter dient? Erfahre hier alles über die Sojapflanze und ihren Einsatz.
Steckbrief Soja
- Deutscher Name
- Soja
- Lateinischer Name
- Glycine max
- Ursprüngliche Herkunft
- Südostasien
- Aussehen
- Die Sojabohne ist eine Feldpflanze und reicht dir bis an die Oberschenkel. Im Sommer wachsen kleine weiße oder violette Blüten. Daraus entstehen behaarte Schoten, in denen die Sojabohnen stecken. Die Bohnen selbst sind rund, glatt und etwa so groß wie Erbsen. Meist sind die Bohnen gelb, es gibt aber auch grüne, braune oder schwarze Sorten.
Eine Fremde wird einheimisch
Sojabohnen stammen ursprünglich aus Südostasien und wurden dort schon vor mehr als Tausend Jahren angebaut. Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert kam Soja auch nach Europa. Heute wird Soja vor allem in Brasilien, den USA und Argentinien angebaut. Diese drei Länder produzieren zusammen etwa 80 Prozent der weltweiten Sojamenge. In Brasilien und Argentinien werden große Sojaplantagen oft in Gebieten angelegt, in denen früher Regenwald wuchs. Dort sind Klima und Böden gut geeignet. Ein großer Teil des Sojas, das in Deutschland an Schweine, Rinder und Hühner verfüttert wird, stammt aus Brasilien.
Soja aus Deutschland?
Ja, es gibt auch Betriebe, die in warmen Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Soja anbauen. Dieses Soja wird meist für die Produktion von Lebensmitteln wie Sojadrinks und Tofu genutzt. Daher kannst du dir bei den meisten Soja-Produkten aus dem Bioladen sicher sein, dass für die Herstellung kein Regenwald zerstört wurde.
Schon gewusst? Soja ist toll!
Soja ist eine sehr alte Kulturpflanze und heute besonders wichtig, weil sie viel pflanzliches Eiweiß liefert. Damit ist sie für Mensch und Tier eine echte Energiebombe. Viele Menschen essen Soja als Ersatz für tierisches Eiweiß in Fleisch oder Milchprodukten. Denn so kann man seinen Eiweißbedarf decken, ohne Tiere zu halten.
Das meiste Soja landet jedoch als Futter in der Massentierhaltung. Soja lässt die Tiere schnell wachsen, sodass sie schneller geschlachtet werden können.
Leider werden in den Tropen – die Hauptherkunft für das Massentierhaltungs-Soja – oft wertvolle Waldflächen für Sojafelder abgeholzt. Statt vielfältiger Wälder entstehen Monokulturen, in denen nur eine Pflanzenart wächst. Um Krankheiten vorzubeugen, werden Dünger und Pestizide eingesetzt. Das belastet die Böden, Gewässer und das Klima. Denn wenn Regenwald zerstört wird, gelangt viel Kohlendioxid in die Luft, was die Erderwärmung verstärkt.
Soja und die Massentierhaltung
Der Sojaanbau steht in engem Zusammenhang mit unserem Fleischkonsum. Je mehr Fleisch gegessen wird, desto mehr Soja wird als Tierfutter benötigt. Dadurch steigt der Druck auf Regenwälder weiter an, denn er wird gerodet um neue Soja-Felder anzulegen. Dabei ist inzwischen allgemein bekannt, dass es nicht gesund ist, viel Fleisch zu essen. Und auch der Flächenverbrauch für die Fleischproduktion ist viel größer als für eine fleischfreie Ernährung. Auf der Seite „Die Energiepyramide - Ist vegan gut für die Umwelt?“ erfährst du mehr dazu, wie man durch weniger Fleischkonsum sogar den Hunger auf der Erde reduzieren könnte.
Was du dir jetzt schon merken kannst: Ein bewussterer Konsum, weniger Fleisch und der Kauf von Bio- oder gentechnikfreiem Soja aus Europa können helfen, Umwelt und Klima zu schützen.
Schau dir an, wie sich die Nahrungskette von Soja zusammensetzt. Hättest du gedacht, dass Tiere so viel Soja fressen?
Die Reise des Soja
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Gecheckt? Soja als Energiebombe
- Soja stammt ursprünglich aus Südostasien, wird heute aber hauptsächlich in Süd- und Nordamerika angebaut.
- Soja enthält viel Protein (Eiweiß), das uns Energie gibt.
- 80 % des Soja landet als Tierfutter in der Massentierhaltung für die Fleischproduktion.
- Soja kann auch direkt zu Lebensmitteln verarbeitet werden, z. B. zu Sojamilch oder veganem Hack.
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Bildnachweise: ©GettyImages/unsplashplus und Özi´s Comix Studio, GettyImages/unsplashplus, Mapchart/OroVerde, E.Bakker/OroVerde (Schaubild Nahrungskette Soja), S.Wylegalla/OroVerde (Schaubild Lieferkette Soja)