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Nachdem du diese Seite erforscht hast, kannst du anderen erzählen, warum die Banane eine Beere ist. 

Bananen sind ein süßer Snack und kommen sogar schon mit eigener Verpackung. Sie leuchten gelb wie kleine Sonnen und liefern schnell Energie. Was du sicherlich nicht wusstest: Die Banane gehört zu den Beeren! Ebenfalls spannend: Ihre Blüte kann fast einen Meter groß werden! Neugierig? Hier erfährst du mehr! 

Steckbrief Banane

Deutscher Name
Banane
Lateinischer Name
Musa paradisiaca
Ursprüngliche Herkunft
Südostasien
Aussehen
Die Bananenfrucht ist länglich und leicht gebogen. Ihre Schale ist je nach Reifegrad grün oder gelb. Das Fruchtfleisch ist weich, cremig und süß. Bananen sind meist 15 bis 20 Zentimeter lang und wachsen in gebogenen Büscheln. Die Pflanze ist eine Staude mit riesigen, länglichen Blättern, die aus dem Stamm oben herauswachsen. Aus ihm entwickeln sich auch die großen Blüten. Aus der Blüte entwickelt sich dann das Bananenbüschel.

Ein ungewöhnliches Aussehen

Bananen wachsen an großen Pflanzen, die wie Bäume aussehen, aber keine echten Bäume sind. Sie gehören zu den Staudengewächsen. Sie brauchen viel Wärme, Sonne und Regen. Eine Bananenpflanze braucht etwa zwei Jahre, bis sie Früchte trägt. Danach stirbt sie ab, bildet aber vorher einen kleinen Ableger, der weiterwächst. So entstehen neue Pflanzen ganz ohne Samen. An der Spitze der Pflanze wächst ein großer Blütenstand - der kann bis zu 90 Zentimeter lang und zwischen 0,5 und 2 Kilogramm schwer werden. Daraus entstehen die Bananen. 

Die Banane ist vielseitiger, als viele denken. In vielen Ländern werden nicht nur die Früchte gegessen. Die großen Blätter dienen als Teller oder Verpackung, der Stamm wird als Gemüse genutzt und aus den Fasern stellt man Seile, Taschen oder sogar Geldscheine her.

Übrigens: Die Banane ist krumm, weil sie aufgrund ihres Gewichts erst nach unten wächst und dann merkt „Oh, da oben ist das Licht“. Sie wächst dann in Richtung Sonne weiter. So entsteht die Krümmung.

Schon gewusst? Bananen sind Beeren!

Es gibt weltweit über 1.000 verschiedene Bananensorten. In unseren Supermärkten findet man fast nur die Cavendish-Banane, weil sie süß ist und lange Transportwege gut übersteht. In Deutschland macht sie etwa 99 Prozent der verkauften Bananen aus. Doch eines haben alle Bananensorten gemeinsam: Sie sind Beeren! 

Kennst du andere Beeren?
Ja, bestimmt! Denk mal an die Heidelbeere, die Stachelbeere oder die Johannisbeere. Auch die Banane gehört also zu den Pflanzen mit Beeren!

Die Banane gilt botanisch als Beere, weil …:
1. sie aus einer einzigen Blüte wächst
Eine Beere entsteht aus dem Fruchtknoten einer Blüte. Bei der Banane ist das genauso.
2. alles weich ist
Bei einer Beere ist die ganze Fruchtwand weich und essbar. Die Banane hat keine harte Schale wie eine Nuss – nur eine weiche Schale und Fruchtfleisch.
3. die Samen innen drin sind
In echten Beeren liegen die Samen im Fruchtfleisch. Bei Bananen sind die Samen winzig, aber sie sind da! Schau genau hin, dann siehst du dunkle Pünktchen!
 

Übrigens: Auch Tomaten und Gurken zählen zu den Beeren. Das kann ganz schön verwirren, oder? Aber auch sie stammen von einer Blüte, haben eine nicht allzu harte Schale und die Samen sind im Fruchtfleisch drin. Fallen dir noch mehr Früchte ein, die Beeren sein könnten?

Zuhause im Regenwald

Die Banane stammt ursprünglich aus Südostasien. Dort wächst sie im tropischen Regenwald, wo es warm, feucht und halbschattig ist. Menschen brachten die Banane von dort aus in viele andere warme Länder der Welt. Denn Wärme mag sie besonders. Heute wachsen Bananen vor allem in tropischen und subtropischen Regionen rund um den Äquator. Dort gibt es viel Sonne, hohe Temperaturen und genug Regen – genau das brauchen Bananenpflanzen.

Bananen sind in Europa seit über 1.000 Jahren bekannt. Im Jahr 327 vor Christus probierte Alexander der Große in Indien erstmals Bananen, als er dort zu Gast war. Vor über 400 Jahren brachten portugiesische Händler die Banane dann nach Europa. Seither sind sie aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. 

Die Reise der Banane

Das Schaubild zeigt dir den langen Weg der Banane von der Plantage in den Tropen und Subtropen bis in den Supermarkt in Deutschland. Schau, durch wie viele Hände sie dabei geht. Zähl mal und versuche das Rätsel darunter zu lösen! 

Richtig oder Falsch: Dein Bananenwissen

Was weißt du über Bananen? Teste dein Wissen und schau, ob du alles über die Banane weißt!

Bananen-Check: Warum die gelbe Frucht oft Sorgen macht

Stell dir vor, du gehst in einen Wald, in dem es nur eine einzige Sorte Baum gibt – Kilometer für Kilometer. Das nennt man eine Monokultur. So sieht es auf den riesigen Bananen-Feldern aus. Für die Natur ist das ziemlich anstrengend: Der Boden wird „müde“ und ausgelaugt. Außerdem haben Schädlinge dort ein leichtes Spiel: Wenn ein Käfer Bananen liebt, findet er auf diesen Riesen-Feldern ein „All-you-can-eat-Buffet“ und vermehrt sich blitzschnell.

Damit die Bananen trotzdem schön gelb und makellos im Supermarkt landen, setzen die Besitzer der Plantagen oft viele Spritzmittel ein. Das Problem: Wind und regen verteilen das Gift auch in Flüsse, in den Boden und in die Luft.

Das macht krank: Nicht nur viele Tiere. Auch die Menschen, die dort arbeiten oder in der Nähe wohnen, atmen das Gift ein. Das kann zu Kopfschmerzen, Husten oder Hautausschlag führen. Das ist nicht gut für die Gesundheit.

Viel Arbeit, winziger Lohn: Obwohl die Arbeiter den ganzen Tag in der Hitze schuften, verdienen sie oft so wenig Geld, dass es kaum für Essen, Kleidung oder die Schule ihrer Kinder reicht. Experten fordern deshalb einen fairen Lohn. Das bedeutet, dass man von seiner Arbeit so viel Geld bekommt, dass eine Familie davon sicher und gesund leben kann.

So findest du die „guten“ Bananen!

Wenn du im Supermarkt vor dem riesigen Berg Bananen stehst, kannst du mit deinem Detektiv-Blick nach zwei wichtigen Zeichen suchen. Diese kleinen Aufkleber machen einen riesigen Unterschied:

  • Das Bio-Siegel (Das grüne Blatt oder Sechseck): Bio bedeutet: Schluss mit der Chemie-Keule! Auf Bio-Plantagen dürfen keine giftigen Spritzmittel benutzt werden. Das ist super für die Käfer, Vögel und Schlangen – und auch für die Menschen, die dort arbeiten. Sie bleiben gesund, und das Wasser in den Flüssen bleibt sauber.
  • Das Fairtrade-Siegel (Das blau-grüne Logo): Fairtrade heißt übersetzt „Gerechter Handel“. Wenn dieses Zeichen auf der Banane klebt, wissen wir: Die Arbeiter bekommen mehr Geld für ihre harte Arbeit. Es gibt keine Kinderarbeit, und die Familien können sich davon vernünftige Häuser, Medizin und die Schule für ihre Kinder leisten.

Dein Auftrag als Bananen-Retter

Frag deine Eltern beim nächsten Einkauf: „Können wir heute die Bananen mit dem Bio- und dem Fairtrade-Siegel nehmen?“ Meistens kosten sie nur ein paar Cent mehr, aber für die Natur und die Menschen in den Anbauländern sind diese Cent so viel wert wie ein kleiner Schatz!

Gecheckt? Bananen und ihr Geheimnis

  • Bananen wachsen rund um den Äquator.
  • Die Banane ist botanisch gesehen eine Beere.
  • Es gibt über 1.000 Bananensorten, doch fast alle Dessertbananen in unseren Supermärkten gehören zur Sorte Cavendish.
  • Für den Anbau in Monokulturen werden oft viele Pestizide eingesetzt, welche Umwelt und Menschen schaden können.
  • Ein Blick auf die Siegel zeigt dir, ob es „gute“ Bananen sind.

Bildnachweise: ©E.Mannigel/OroVerde und Özi´s Comix Studio, T.Klimpel/OroVerde, E.Bakker/OroVerde (Schaubild Lieferkette), N.Gawohl/OroVerde, E.Mannigel/OroVerde, J.Rüger/OroVerde